Teilzeit arbeiten
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Downshifting / Teilzeit arbeiten – weniger Geld, mehr Leben

Hast du es satt, deine wertvolle Lebenszeit nur mit Arbeiten zu verbringen? Abends bist du hundemüde und kannst deine „Freizeit“ kaum noch geniessen? Dein Arbeitstag ist stressig und kräfteraubend? Dann geht es dir wie vielen Menschen auf unserem Planeten. Die Anforderungen, die täglich an uns gestellt werden, sind immer heftiger. Der Druck steigt. Ohne Leistung gehst du unter. Aber muss das wirklich sein? Bist du eigentlich nur da um dich kaputt zu schuften? Hast du nichts besseres zu tun? 🙂

Warum weniger arbeiten?

Warum ich der Meinung bin, dass es durchaus sinnvoll ist, in der heutigen Zeit Entschleunigung in sein Leben zu bringen, möchte ich dir heute gerne erklären. Vielleicht bist du da ganz anderer Meinung. Das macht ja nichts. Gerne darfst du mir dann weiter unten deine Meinung auch als Kommentar hinterlassen. Denn ich fände es sehr spannend zu erfahren, wie du darüber denkst 🙂

Downshifting, was ist das?

Hast du das Wort „Downshifting“ schon einmal gehört? Man hört und liest es meistens im Zusammenhang mit dem Wort „Teilzeit arbeiten“. Doch was ist mit Downshifting überhaupt gemeint? Wikipedia sagt ja folgendes dazu:

Als Downshifting bezeichnet man einen Lebensstil mit dem Ziel, ein selbstbestimmteres, erfüllteres Leben zu führen. Es ist eine alternative Lebensart, die durch teilweisen und gezielten Konsumverzeicht größere persönliche Freiräume schafft. Im Gegensatz zum „einfachen Leben“ (siehe auch Einfaches_Leben) steht beim Downshifting nicht der bewusste Konsumverzicht im Mittelpunkt, sondern meist die Optimierung bzw. Reduktion der Arbeitszeit. Der Konsumverzicht ist insoweit Mittel zum Zweck, als mit dem Downshifting häufig weniger finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, die durch den bewussten Verzicht aufgefangen werden können. Downshifting bedeutet keinesfalls eine radikale Abkehr von der Gesellschaft.

Stress, Burnout und andere Katastrophen

Mir ist aufgefallen, dass Stress einen immer höheren Stellenwert bekommen hat. Fast jeder hat ihn und mittlerweile könnte man meinen, Stress in diesem Ausmass zu haben, sei das natürlichste der Welt. Hauptsache ordentliche Leistung erbringen. Wie es dir und deiner Seele dabei geht, scheint völlig nebensächlich. Für mich ist das nicht stimmig. Ich sehe den Sinn dahinter nicht, irgendwann an einem Burnout zu erkranken, nur damit ich als fleissiges Bienchen angesehen werde oder viel Geld besitze. Viel wichtiger ist es mir, Zeit für mich, meine Familie/Freunde und Hobbies zu haben. Ich möchte keine schlaflosen Nächte haben, nur weil mich der Stapel an Arbeit innerlich bis tief in die Nacht begleitet.

Teilzeit arbeiten, weniger Geld vs. mehr Leben

Deshalb arbeite ich Teilzeit. Und es geht mir wunderbar damit 🙂 Niemals mehr würde ich diese gewonnene Zeit wieder hergeben. Für kein Geld der Welt. Es sei denn, ich investiere sie in meine eigenen Projekte. Aber selbst dann, werde ich mir immer Platz schaffen für Freiräume. Denn mit dieser freien Zeit kann ich so viel Schönes anstellen. Und nein, das muss nicht viel kosten. Manchmal sitze ich auch einfach nur da und nehme mir Zeit für mich, lese ein Buch oder mache einen gemütlichen Spaziergang. Ich lasse meine Seele baumeln, während andere sich die ganze Woche lang quälen, nur um am Ende ihres Monats ihr teures Auto bezahlen zu können.

Teilzeit arbeiten, womit bezahle ich dann meine Rechnungen?!

Ok, du denkst dir nun sicher: Toll, die macht sich ein schönes Leben, sitzt auf der faulen Haut und schreibt hier irgendwas von wegen Leben geniessen und so. Aber die Rechnungen bezahlen sich ja auch nicht von selbst… Nein, schön wäre es 🙂 Auch ich habe diese Rechnungen. Und faul bin ich bestimmt nicht. Und ich arbeite Teilzeit ganz ohne illegale Geschäfte machen zu müssen 🙂 Ja, wie kann ich mir denn das leisten? Ganz einfach: In dem ich minimalistisch lebe. Darüber habe ich übrigens hier einen Artikel geschrieben. Ich brauche nicht jede Woche neue Schuhe. Ich fahre zwar ein Auto aber das ist bald 18 Jahre alt und hat dank meinem „speziellen“ Fahrstil schon einiges abbekommen 🙂 Ich besitze keine teuren Markenklamotten und fliege auch nicht jedes Jahr in den Urlaub. Ich bin gerade in eine günstiger und kleinere Wohnung umgezogen und habe meine Mietkosten halbiert. Dafür besitze ich mehr Zeit, weil ich weniger Geld verdienen muss, um mein Leben zu finanzieren. Und diese Zeit kann mir keiner nehmen! Du brauchst diese Konsumgüter, 2x im Jahr deinen Strandurlaub am Meer und deine Shopping-Touren mit deinen Freundinnen? Kein Problem, aber dann beschwer dich nicht über zu wenig Zeit zu wenig Geld oder zu viel Stress! Mir ist bewusst, dass es je nach Lebenssituation nicht immer einfach ist. Vielleicht hast du selber Kinder, welche auch Geld kosten. Doch in den meisten Fällen kann man selbst dann etwas an seinem Konsumverhalten schrauben. Es liegt an dir, wo setzt du deine Prioritäten?

Wie du durch Konsumverzicht mehr Zeit gewinnst

Ich möchte dir gerne ein paar Tipps auf den Weg geben, wie du selber minimalistischer Leben und so deine Kosten senken kannst. Vielleicht findest du ja das eine oder andere darunter, was du umsetzen kannst.

Kündige alle Abos von Magazinen und Zeitungen, welche du nicht wirklich brauchst!

Wie viele Abos brauchst du wirklich? Liest du denn die Magazine und Zeitungen überhaupt ausführlich? Oder könntest du dir diese Infos nicht auch anders beschaffen? Online im Internet zum Beispiel? Musst du dafür wirklich jeden Monat Geld ausgeben? Klar, das können kleine Beträge sein. Aber nicht vergessen: Viele kleine Beträge ergeben zusammengezählt auch viel Geld!

Trinke vermehrt Leitungswasser (sofern möglich) statt dir teure Limonaden oder Wasserflaschen zu kaufen!

Jeden Tag Süssgetränke zu trinken, kostet dich viel Geld und ist auch noch ungesund. Warum trinkst du das Wasser nicht einfach aus der Leitung? Das ist in der westlichen Welt fast überall möglich, ohne Bauchschmerzen zu bekommen.

Kaufe keine neuen Kleidungsstücke, nur um etwas „Neues“ zu besitzen!

Bevor du das nächste Mal Hals über Kopf in die Stadt rennst, um dir neue Kleider zu kaufen, werfe doch bewusst einen Blick in deinen Kleiderschrank. Brauchst du wirkliche noch ein Shirt oder noch ein paar Jeans? Oder ist es einfach der Drang, etwas Neues besitzen zu wollen?

Mache Wochen­ein­käufe, statt jeden Tag eine Kleinigkeit zu kaufen!

Plane deine Einkäufe und schreibe dir genau auf, was du brauchst. Kaufe 1x wöchentlich alles Nötige ein. So sparst du nicht nur Zeit, sondern es hilft dir auch, den Überblick über deine Finanzen zu behalten.

Kündige überflüssige Versicherungen!

Gehe mal deine Versicherungen durch. Brauchst du wirklich alle davon? Brillenversicherung? Smartphone-Versicherung etc.? Gegen Burnout versicherst du dich ja auch nicht oder?

Gehe nur mit Bargeld einkaufen!

Überall die Kreditkarte zu zücken, mag ja sehr bequem sein. Ganz verschont davon bin ich auch nicht. Aber ich habe gemerkt, dass ich weniger Geld ausgebe, wenn ich nur mit Bargeld bezahle. Weil ich dann einfach mehr merke, wie viel Geld ich wirklich ausgebe. Das Geld geht durch meine Hände bevor ich es ausgebe.

Ziehe in eine kleinere Wohnung!

Wie gesagt, ich habe gerade meine Mietkosten halbiert. Und ich lebe trotzdem nicht unter einer Brücke 🙂 Ein paar Abstriche in Bezug auf Anzahl Zimmer, evtl. Wohnlage und modernes Wohnen musst du halt in Kauf nehmen. Aber hey, dafür bekommst du Zeit, wie cool ist das denn? 🙂

Geh einfach mal zu Fuss!

Kurze Strecken kannst du doch auch mal zu Fuss gehen, statt das Auto zu nehmen. Frische Luft und ein voller Geldbeutel bekommst du als Dank 🙂

Literatur-Tipps

Da immer mehr Menschen einen Gang runterschalten und weniger arbeiten möchten, gibt es inzwischen einige Bücher und Ebooks zu dem Thema. Wenn du ebenfalls mit dem Gedanken spielst, deine wertvolle Lebenszeit nicht mehr nur mit Arbeiten zu verbringen und dir mehr Zeit und Muse zu schenken, habe ich dir nachfolgend ein paar gute Lese-Tipps aufgelistet. Mit dem Klick auf das Bild erfährst du mehr darüber. Und wenn du magst, hinterlasse mir doch deine Meinung als Kommentar 🙂

   

 

photo: unsplash.com
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38 Kommentare

  • Antworten Susanne 27/07/2015 at 20:42

    Liebe Nicole
    Ich stimme dir voll und ganz zu. Zeit mit Freunden und der Familie zu geniessen oder Zeit für sich selbst zu haben ist einfach unbezahlbar. Meine Wohnung ist auch nicht gross und hat eher den Charme einer Studenten-Bude. Davon abgesehen, dass ich in einer WG wohne 🙂
    Aber eine grosse Wohnung mit Designer Mobiliar macht mich weder glücklich noch zufrieden. Und so ist es doch mit den meisten Dingen.
    Auch ich bin gerade dabei meine Kosten auf ein Minimum zu reduzieren um mir dann mehr Lebenszeit „leisten“ zu können 🙂
    Susanne

    • Antworten Nicole 28/07/2015 at 8:50

      Liebe Susanne,
      Danke für deinen Kommentar 🙂 Dein Vorhaben finde ich sowieso sehr spannend! Ich bin gespannt, auf den nächsten Austausch 🙂
      Viel Glück dabei!
      Liebe Grüsse,
      Nicole

  • Antworten Linda Nce 28/07/2015 at 6:38

    Guten Morgen Nicole!

    Über Teilzeit habe ich auch schon länger nachgedacht, das wäre wirklich super. Mir ist Zeit auch viel wichtiger als Geld. Und wenn mal das Geld auf Grund der Teilzeit runtergeschraubt wird, dann lebt man automatischer bewusster, weil man mehr aufs Geld achtet und wann und wo man es ausgibt.

    Was arbeitest du denn eigentlich?

    Hugs,
    Linda

    • Antworten Nicole 28/07/2015 at 8:57

      Guten Morgen Linda 🙂
      Ich bin gelernte Buchändlerin, arbeite jetzt aber Teilzeit im Büro und nebenbei schreibe und blogge ich 🙂 Teilzeit zu arbeiten, ist auch dafür eine gute Möglichkeit. Probiere es doch einmal aus, dann siehst du, wie es für dich passt und wie es finanziell klappt. Die Chancen unversucht zu lassen, ärgern mich persönlich immer sehr 🙂
      Viel Erfolg dabei!
      Liebe Grüsse, Nicole

  • Antworten Raffael 28/07/2015 at 7:08

    Ganz bescheidene Frage. Es mag ja klappen den Konsum einzuschränken und weniger zu arbeiten, aber was ist mit Rente und Altersvorsorge? Du beschrankst dich ja jetzt schon um mit wenig Geld auszukommen. Die Rente ist erwartungsgemäß noch einmal weniger. Könnte es dann nicht etwas knapp werden? Ich meine selbst Leute die Vollzeit arbeiten, müssen bei Renteneintritt schon downsizen. Wie willst du das realisieren, wenn du jetzt schon konsuntechnisch am Minimum lebst. Irgendwie fehlt mir der Weitblick bei deinen Plan oder habe ich etwas übersehen?

    • Antworten Nicole 28/07/2015 at 8:48

      Hallo Raffael,
      Das ist eine berechtigte Frage! Nun eine Gegenfrage von mir: Bist du dir denn wirklich sicher, dass du auch deine einbezahlte Rente bekommst, bei all den heutigen „Sparmassnahmen“? Und woher weisst du, dass du dann noch da bist? 🙂 Ich arbeite so, dass ich trotzdem für meine Altersvorsorge einbezahlen kann, so ist es nicht. Aber ich erlebe viele ältere Menschen, die ein Leben lang auf ihre Rente hin voll geschufftet haben nur um dann z.B. endlich ihre lang ersehnte Weltreise zu machen, auf die sie so lange gespart haben. Leider kommt ihnen dann aber altershalber eine dumme Krankheit in die Quere und sie erleben ihren Traum nicht mehr. Das ist sehr schade. Ich lebe im Jetzt so gut es geht. Denn was Morgen ist, kenne ich nicht. Und dafür gibt es auch keine Versicherung. Und sollte das Geld doch einmal knapp werden, bin ich mir nicht zu Schade dafür, wieder mehr zu arbeiten. Denn ich bezahle meinen Lebensunterhalt selber, dass ist und bleibt mir wichtig 🙂
      Liebe Grüsse,
      Nicole

  • Antworten Raffael 28/07/2015 at 9:32

    Hallo Nicole,

    auch ich verlasse mich nicht auf die staatliche Rente. Ich ging aber davon aus, dass man mit einem Halbtagsjob nicht mehr all zu viel für die private Altersvorsorge machen kann. Das Wort „Rente“ sollte hier synonym für Altersvorsorge stehen.

    „Und sollte das Geld doch einmal knapp werden, bin ich mir nicht zu Schade dafür, wieder mehr zu arbeiten.“ – eben dies sehe ich relativ problematisch. Wird das Geld im Alter hin knapp oder auch bei Krankheit, dann kann man eben nicht mal kurzfristig mehr arbeiten. Das ist der Punkt am Downsizing, der mich daran zweifeln lässt. Es fehlt in meinen Augen der Weitblick, die Absicherung und Nachhaltigkeit des eigenen Handelns. (Was nicht heißt, dass ich dir deinen Lebensstil absprechen möchte. Jeder soll machen, was ihn glücklich macht. Ich habe mich bloß gefragt, ob und wie du dich finanziell absicherst.)

    • Antworten Nicole 28/07/2015 at 9:46

      Hallo Raffael,
      Ich verstehe was du meinst. Und ich sehe auch die von dir angesprochene Problematik. Ich arbeite so, dass ich für die Altersvorsorge Geld auf die Seite legen kann. Das ist fix so in meinen Fixkosten mit eingebunden. Dafür spare ich dann halt an anderen Orten und mache Abstriche. Klar, kommt es auch darauf an, wie gut das Einkommen ist. Wo nichts ist, kann auch nichts auf die Seite gelegt werden. Diese finanzielle Grenze ist somit auch bei jedem verschieden. Doch ich bin der Meinung, dass viele Menschen einfach zu viel „Unnötiges“ konsumieren und sich dessen gar nicht bewusst sind. Hier eine Kleinigkeit ausgeben, da eine Kleinigkeit kaufen und schwupp, ist das Geld weg ohne dass man eigentlich merkt, wofür man es ausgegeben hat. Genau dieses Geld hätte man dann in die eigene Altersvorsorge investieren können. Was nicht heisst, dass ich mir nichts gönne oder nichts kaufe. Auch ich bin und bleibe eine Frau, die auch gerne mal schöne Schuhe kauft 🙂 Aber dann gibt es halt ein anderes Mal nichts und damit fahre ich bisher gut.
      Liebe Grüsse,
      Nicole

      • Antworten Mischa 28/07/2015 at 14:07

        Hi Nicole,

        ich denke, dass du dich in dem Punkt überhaupt nicht rechtfertigen musst. Wenn jemand wegen der Altersvorsorge, die noch 35 Jahre entfernt liegt, sich kaputtarbeitet, dann hat derjenige in seiner Lebensplanung deutlich mehr falsch gemacht als jemand, der sein Leben genießen kann und nicht ständig mit Angst aufs Alter blickt. Was wissen wir denn, was in 20/30 Jahren sein wird? Wieso sollte unser gespartes Geld dann noch etwas wert sein? Sind wir da überhaupt noch am Leben?

        Es gibt so viele Unbekannte in dieser Lebensgleichung, dass ich auch lieber das Positive nehme, das ich jetzt bekommen kann, anstatt in der Versklavung für eine Altersvorsorge kaputtzugehen. Und wer ein zufriedenes, ausgeglichenes Leben führt, wird das auch im Alter auf irgendeine Weise hinbekommen.
        Die Altersvorsorge ist meiner Meinung nach einfach das Totschlagargument der Vollzeit- und Hochleistungsgesellschaft, um ihr im Grunde genommen sinnloses Streben noch irgendwie zu rechtfertigen.

        Liebe Grüße vom Müßiggänger

        Mischa

        P.S.: Danke für den Artikel 🙂

        • Antworten Nicole 28/07/2015 at 14:59

          Danke Mischa 🙂 Das sehe ich auch so. Wann leben, wenn nicht jetzt? Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach (oder so) 🙂
          Liebe Grüsse und viel Spass beim weiteren Müssiggang 🙂
          Nicole

  • Antworten Jessie 28/07/2015 at 11:18

    Hallo Nicole,
    dein Beitrag gefällt mir sehr!
    Deine Entscheidung kann ich absolut nachvollziehen. Oft nehmen wir uns viel zu wenig Zeit für uns selbst oder die Menschen, die uns wichtig sind. Gerade in der heutigen Zeit wird das Leben immer schneller und ich denke es schadet nicht, wenn wir uns ab und an auch mal selbst etwas bremsen um das Leben wieder intensiver wahrnehmen zu können. In meinem Job als selbständige Fotografin und Grafikdesignerin versuche ich mir auch möglichst meine Zeiten so einzuteilen, dass für mich immer etwas Zeit zum leben und genießen übrig bleibt. 🙂
    Liebe Grüße
    Jessie

    • Antworten Nicole 28/07/2015 at 13:27

      Hallo Jessie,
      Dankeschön 🙂 Deine Einstellung gefällt mir gut. Ich kann mir vorstellen, wenn man selbständig ist, kann es bestimmt ab und zu schwieriger werden, sich selber Grenzen zu setzen und auch mal abzuschalten…
      Ja, das Leben ist schön. Und gerade deshalb sollten wir uns auch genügend Zeit (im Rahmen der Machbarkeit) dafür nehmen für die schönen Dinge 🙂 Nicht zu verwechseln natürlich mit absichtlicher Faulheit und „dem Staat absichtlich auf der Tasche liegen“ 🙂
      Liebe Grüsse,
      Nicole

  • Antworten Sandra 28/07/2015 at 12:31

    Ich sehe das etwas anders. Wer Vollzeit arbeitet, zahlt auch volle Beiträge in die Rentenkasse ein. Spätestens in einigen Jahrzehnten werden sich die Bummeljahre der Teilzeit dann schmerzhaft bemerkbar machen – mit dem sehr wahrscheinlichen Ergebnis, dass ihr dann im hohen Alter noch ackern müsst. Geld zurücklegen kann man von einem Teilzeitgehalt als einzige Einnahmequelle sehr wenig – von daher finde ich die Spartipps zwar praktisch, doch finaziell gesehen kann man dadurch auch nichts zurücklegen. Freiwillig in Teilzeit gehen solange man keine Kinder hat und gesund ist finde ich nicht nachvollziehbar. Wenn der Job euch so stresst dann wechselt das Themenfeld, geht nochmal studieren oder verändert einfach etwas. Teilzeit ist dann super wenn man noch eine zweite oder mehrere Einnahmequelle hat. Sonst wäre es für mich lediglich eine Verschlechterung der Lebensqualität und keine Verbesserung. Wer sehr für den Moment lebt und nicht an morgen denkt, für den ist dies sicherlich eine gute Wahl.

    • Antworten Nicole 28/07/2015 at 13:39

      Hallo Sandra,
      danke für deinen Kommentar. Dass du das etwas anders siehst, ist völlig in Ordnung 🙂 Ich sage auch nicht, dass meine Meinung für alle die richtige Meinung ist bzw. sein soll. Jeder so wie er möchte. Für mich stimmt es so und ich kann alle meine Rechnungen eigenständig bezahlen und für meine Altersvorsorge einzahlen. Wenn ich das nicht könnte, würde ich andere Wege suchen und finden oder logischerweise auch mehr arbeiten, da ich kein „fremdes Geld“ annehmen würde. Deine Worte:“Freiwillig in Teilzeit gehen solange man keine Kinder hat und gesund ist finde ich nicht nachvollziehbar.“ Das klingt wie ein Negativ-Urteil 🙂 Muss ich denn erst Kinder machen um mich dann um mein eigenes Wohl zu kümmern? Das mit der Jobwahl sehe ich gleich wie du. Das grösste Ziel sollte sein, etwas zu machen, was einem auch Freude bereitet. Doch selbst dann, sind Zeiten, die man bewusst nur für sich nimmt meiner Meinung nach völlig legitim 🙂 Und was die Lebensqualität betrifft, da sind natürlich die Wahrnehmungen auch verschieden. Es gibt solche, für die gehört zu einer guten Lebensqualität ein tolles Auto, ein eigens Haus und sonstige Dinge zu besitzen. Andere können problemlos darauf verzichten und legen mehr Wert auf Freizeit und Freiraum.
      Liebe Grüsse,
      Nicole

  • Antworten Robert 28/07/2015 at 14:33

    Sehr gute Zusammenfassung. Danke!
    Genauso habe ich es gemacht. Auf 60% und meinen Lebebsstil angepasst. Mehr Zeit, mehr Leben, mehr Abenteuer.

    Liebe Grüße
    Robert

    • Antworten Nicole 28/07/2015 at 15:00

      Hallo Robert,
      Dankeschön 🙂 Super Sache! Und so wie es aussieht, hast du diesen Schritt noch nicht bereut 🙂
      Liebe Grüsse,
      Nicole

    • Antworten Mischa 28/07/2015 at 17:25

      So isser, der Robert: beim Laufen immer 100 %, beim Arbeiten 60 % 😉

      Dein Modell finde ich absolut stilbildend und du zeigst ja, wie viel man erleben kann, wenn man nicht erst Freitagabend komplett erschöpft aufs Sofa fällt, sondern Zeit und Power für das echte Leben hat.

  • Antworten Sandra 28/07/2015 at 17:19

    Liebe Nicole, nein, natürlich kann man auch Teilzeit arbeiten ohne Kinder zu haben und dies war auch nicht wertend gemeint. Ich habe dies erwähnt weil das Gejammere sehr oft immer so groß ist dass viele Mütter und Väter nur Teilzeit arbeiten können wegen der Erziehung – was in erster Linie ein Problem des Landes und der mangelnden Betreuungsmöglichkeiten ist. Jeder muss selbst wissen, wie er leben will. Mit meinem Kommentar wollte ich darauf hinweisen, dass einige Jahre Teilzeit irgendwann gerade ins Geld gehen werden, und zwar wenn der finale Rentenbescheid vorliegt. Argumente wie “ Ach, Rente gibt es eh keine wenn wir soweit sind “ kann nun wirklich keine Argumentationsgrundlage sein. Natürlich würde ich gern auch manchmal weniger arbeiten, doch bestimmt nicht wenn ich dann weniger Geld habe und Wasser aus der Leitung trinken muss.

    • Antworten Nicole 29/07/2015 at 13:08

      Liebe Sandra, ich habe es auch nicht böse gemeint gell 🙂 Da ich Wasser aus der Leitung liebe ist dies für mich gar kein Problem 🙂 Und ich plane oder richte mein Leben nicht auf meine Rente aus. Die Rente ist ein Teil davon und ich sorge wie gesagt dafür vor, sollte ich das Rentenalter wirklich einmal erleben dürfen, was ich natürlich hoffe 🙂 Aber viele vergessen schlicht und einfach, dass das Leben JETZT stattfindet. Sie durchdenken und planen komischerweise ihre ganze Zukunft, statt das Hier und Jetzt zu leben und zu geniessen. Ich sage dass nicht auf deine Person bezogen, sondern das ist eine allgemeine Feststellung und Empfindung. Meine Empfindung 🙂
      Liebe Grüsse,
      Nicole

  • Antworten Ivana 28/07/2015 at 17:30

    Hej Nicole,

    Ich freue mich für Dich, wenn es für Dich so gut mit der Teilzeit ausgeht. Ich habe das Experiment hinter mir, das lief nicht so gut. Ich habe drei Tage gearbeitet, aber des Geldes wegen mehr Stunden, also keine 60%, sondern mehr. Effekt war, dass ich weniger gebacken bekommen habe als Vollzeit, da ich fast einen Tag zur Erholung gebraucht habe. Trotz Aufgabenreduzierung… Im Endeffekt habe ich ganz gekündigt, reise jetzt für drei Monate und plane meine Selbständigkeit.
    Bei Sandras Kommentar musste ich übrigens schmunzeln….ich habe auch komische Blicke bekommen, weil ich ohne sozial anerkannten Grund (=Kinder) reduziert habe. Ich denke, da spielt oft Neid mit, weil manche das auch gern machen würden, sich aber nicht trauen.

    Liebe Grüße,
    Ivana

    • Antworten Nicole 29/07/2015 at 13:12

      Liebe Ivana,
      da ich ja auch deinen Weg mehr oder weniger verfolge, kann ich sagen, dass ich es richtig mutig von dir finde und toll, dass du einfach deinen Weg gehst. Das mit der Teilzeit ist natürlich eher negativ gelaufen für dich. Es kommt bestimmt auch darauf an, welchen Beruf man ausübt und in was für einem Unternehmen man tätig ist. Dass du dich nun selbstständig machen willst, finde ich super. Mein Weg geht ja auch in diese Richtung und ich bin gespannt wo er mich hinführt…:-)
      Liebe Grüsse und alles gute auf deiner weiteren Reise!
      Nicole

  • Antworten Sandy 28/07/2015 at 22:22

    Hallo Nicole,

    von wieviel Geld weniger reden wir überhaupt? Ich arbeite Vollzeit im sozialen Bereich und verdiene schon nicht viel. Ohne Auto würde ich nicht auf die Arbeit kommen, da öffentliche Verbindungen auf dem Dorf oftmals schlecht sind.
    Meine Arbeit ist auch körperlich anstrengend und für den Heilungsprozesses meines Rückens musste ich auch schon viel Geld liegen lassen.
    In einer uneingerichteten Wohnung zu leben macht es auch nicht leichter. Ohne Geld kann ich mich nicht einrichten.
    Es ist oft leicht gesagt, Teilzeit zu arbeiten. Minimalistischer zu leben.
    Meine Kleidung ist zu eng oder geht kaputt weil sie schon so alt ist. Ich kaufe wenig und könnte trotzdem Arbeitszeitmäßig nicht kürzer treten.
    In den Urlaub gehe ich eigentlich auch nie.
    Also bitte, ich bin offen und neugierig für wertvolle Tipps, wie man mit wieviel weniger Geld auskommt??!!
    Grüße,
    Sandy

    • Antworten Nicole 29/07/2015 at 13:47

      Hallo Sandy,
      Zum Glück bin ich keine Finanzberaterin. Mit Zahlen habe ich es nicht so 🙂 Ob und inwiefern für dich eine Teilzeit-Möglichkeit besteht kann ich nicht beurteilen, da ich weder deine Lebenskosten noch dein Einkommen kenne. Die obenstehenden Tipps wende ich für mich an und kann sie dir empfehlen. Inwiefern sie für dich umsetzbar sind, auch in Bezug auf deine Definition von Lebensqualität, kann ich nicht beurteilen. Doch alles was zählt ist schlussendlich: Fühle dich glücklich mit dem was du tust, dann ist es egal wie und was du tust. Ändere es, wenn es für dich nicht mehr stimmt. Möglichkeiten gibt es immer. Weiterbildung, Jobwechsel, Selbständigkeit, vielleicht hast du ein Hobby, dass du zu Geld machen und dir so ein Zusatzeinkommen sichern kannst?
      Liebe Grüsse,
      Nicole

  • Antworten Jana 29/07/2015 at 8:08

    Du hast so absolut recht! Ich arbeite nun seit 1 1/2 Jahren in Teilzeit und ich würde es NIEMALS und FÜR KEIN GELD DER WELT wieder eintauschen!!! Ich war noch nie so entspannt und mit mir selbst zufrieden! Vorher war ich oft krank! Seit ich in Teilzeit angestellt bin, habe ich eine Arztpraxis nur noch zur Vorsorge von Innen gesehen!!!

    Es ist nicht so, dass ich nachmittags auf der faulen Haut liege. Ich investiere meine Zeit lieber in meine eigenen Projekte und tue das, was mir wirklich Spaß macht – nämlich das Schreiben! Ich schreibe an meinem Blog und momentan sogar an meinem ersten eigenen E-Book. Es gibt nichts Schöneres, als sich selbst zu verwirklichen!

    Klar habe ich ein bisschen weniger Geld in der Tasche, aber das ist es mir wert!!!

    • Antworten Nicole 29/07/2015 at 13:58

      Hallo Jana,
      das freut mich für dich! Und dass du deine freie Zeit in deine eigenen Projekte investierst, ist natürlich super! Das mache ich auch so. Ich investiere auch viel Zeit in diesen Blog und meine eigenen Projekte. Das macht so unheimlich viel Spass, dass ich es nicht mehr missen möchte.
      Alles Gute für dich 🙂
      Liebe Grüsse,
      Nicole

  • Antworten Vinayaki 08/11/2015 at 9:38

    Hallo Nicole,

    dein Beitrag gefällt mir sehr gut. Mein Mann und ich arbeiten schon seit vielen Jahren Mittwochs gar nicht mehr und genießen die Wochenmitte mit Mountainbiken oder Sauna.
    Ich selbst habe meinen Job jetzt auf 10 Std. In der Apotheke reduziert und habe meine Liebe zum Yoga zum Beruf gemacht. Die Ausbildung war nicht gerade günstig, aber jetzt profitiere ich von meiner Selbstständigkeit . Ich mach auch mal weniger Kurse wenn ich merke das ich in der Stressfalle bin. Oder ich lass die Vertretung öfters unterrichten. Auch meine Ayurveda Massagen lege ich mir so das ich entspannt bin. Bei mir zählt nicht das Geld sondern das ich mir selbst gegenüber achtsam bin. Dafür verzichte ich auch auf Markenklamotten und fahre ein altes Auto.
    Viele unserer Freinde beneiden uns und sagen Sie würden gerne Mittwochs mit zum biken gehen. Wenn ich dann sage “ Mach doch“ ! Frage den Chef ob es eine Option wäre. Aber sie können diesen Mehrwert gar nicht wirklich begreifen. Schade eigentlich. Denn mein Leben ist mir viel zu wichtig um nur zu arbeiten, so wie du es auch schriebst.
    Namaste Vinayaki

    • Antworten Nicole 10/11/2015 at 16:47

      Liebe Namaste Vinayaki 🙂
      Vielen Dank für deinen Kommentar! Dass für dich nicht das Geld im Vordergrund steht, sondern dass du achtsam zu dir selber bist, finde ich sehr schön! Ich bin überzeugt, dass viele von uns Teilzeit arbeiten könnten (natürlich gibt es immer Ausnahmen), wenn sie ein besseres Auge auf ihre Ausgaben halten würden… Weiter so! 🙂

      Liebe Grüsse,
      Nicole

  • Antworten Soso 02/01/2016 at 17:27

    Liebe Nicole,

    vielen Dank für diesen Blogeintrag. Du hast es genau auf den Punkt gebracht und sprichst mir aus der Seele.
    Ich habe meine Vollzeit-Stelle vor fast einen Jahr auf eine 24 Stunden Woche runtergeschraubt. Meine innere Stimme hat mir dazu geraten und ich bereue es keinen einzigen Tag. Natürlich muss man dazu auch den passenden Arbeitgeber haben, der einen soviel Flexibilität einräumt. Ich habe diese Zeit genutzt um mich wieder selbst spüren und in mir hinhorchen zu können. Wer bin ich ? – und was will ich überhaupt mit meinem Leben anfangen? Mit meiner Vollzeit Stelle wäre das nicht gegangen. Man lebt quasi nur zum überleben-aber nicht zum leben.
    Durch diesen Lebensstil lebt man defintiv bewusster und schätz die Dinge auch wieder mehr. Außerdem genieße ich die Zeit, mich mit Dingen zu beschäftigen, die mir Freude bereiten.

    Liebe Grüße
    Soso

    • Antworten Nicole 03/01/2016 at 19:56

      Liebe Soso (heisst du so?) 🙂
      Danke für deinen netten Kommentar! Ja, die innere Stimme… Schon so viele Male hat sie mir geholfen, das Richtige zu tun. Ich finde es toll, dass du diesen Weg auch für dich gewählt hast und wie schön, dass die Entscheidung genau richtig war! Weiter so 🙂

      Liebe Grüsse
      Nicole

  • Antworten Laura 25/02/2016 at 11:13

    Wie heißt es doch so schön: Geld allein macht nicht glücklich und das ist und bleibt einfach auch so. Manchmal muss man sich genau überlegen, was einem am Ende wirklich gut tut.

    • Antworten Nicole 26/02/2016 at 9:18

      Liebe Laura,
      genau so sehe ich das auch 🙂 Geld ist nicht wirklich ganz wegzudenken, aber der Lebenszeit wird oft zu wenig Beachtung geschenkt!
      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.
      Liebe Grüsse
      Nicole

  • Antworten Mr.X 24/04/2016 at 23:22

    Hallo Nicole,

    sehr toller Blog und er spiegelt genau das wieder, was ich gerade empfinde.

    Habe meine Ausbildung mit Auszeichnung abgeschlossen vor 1 Jahr, so gut dass es sogar in die Presse des jeweiligen Bereiches kam, arbeite in einem internationalen Unternehmen in der Gesundheitsbranche, verdiene dabei wirklich verhältnismäßig viel Geld für einen Einsteiger, nebenbei studiere ich noch neben dem Job, aber es macht mich nicht glücklich – Es ist ein Rennen gegen die Zeit. Keine Frage – Ich mag mein Studium und meinen Job, allerdings entpuppt sich mein Job zunehmend als „Hamsterrad“ – Höher, schneller, weiter – Ich will das nicht, denn das bin ich nicht. 80 Stunden auf der Arbeit, im Zug und Flieger zu verbringen macht einfach keinen Sinn. Da passieren dann irgendwann Fehler durch Übermüdung, die so nie passieren würden und das geht dann so weiter.

    Da bringt dann auch die Altersvorsorge nichts, denn die Rente erlebt man bei so einem Pensum ohnehin nicht mehr und privat vorsorgen sehe ich nicht ein, denn ich glaube nicht, dass mit der Rente die große Erlösung kommt – Bis auf ein paar wenige, sehr priviligierte Berufsgruppen wird es den Luxus einer Rente, die ein sorgenfreies Rentendasein ermöglichen, nicht geben. Dessen bin ich mir sicher. Wie viel man da persönlich für das Alter zurücklegen will muss jeder selbst für sich entscheiden – In diesem Punkt gibt es wohl weder richtig noch falsch.

    Eine immer noch gute Freundin, Personal & Businesscoach, fragte mich einmal vor 2 Jahren, ob ich denn wüsste, was morgen ist und was kommt, ob ich dann noch lebe und das verdiente Geld genießen kann. Vermutlich hat sie Recht in dem Punkt, dass wir wohl alle nicht wissen, was uns erwartet und wann unsere Uhr abläuft. Vermutlich ist das auch gut so. Umso wichtiger ist es im hier und jetzt zu leben. Ich halte nichts von absolutem Downshifting, aber durchaus von einem gemäßigtem Downshifting – Zu viel Downshifting und Individualismus finde ich nicht gut, denn ein guter Lebensstandard kann nur dann gehalten werden, wenn alle in einer Gesellschaft bereit sind sich noch mit Leistung einzubringen. Eine Spur Pragmatismus kann da nicht schaden – Dennoch ist Weniger manchmal ein Mehr im Leben.

    Markenklamotten, teures Essen, jede freie Sekunde Reisen – Alles das ist Kompensation, wobei Reisen leben ist und auch die Augen zur Welt öffnet.
    In dem gehobenen Sportstudio in exponierter Lage, in dem ich noch (nicht mehr lange) trainiere, sind sehr viele solcher Menschen, die glauben den Schlüssel zum Glück mit viel Geld zu haben. Erst heute konnte ich wieder bei einem Telefongespräch zuhören in dem mit Millionenbeträgen verbal um sich geschmissen wurde. Auffallend ist, dass diese Menschen oft kaum bis nicht mehr miteinander kommunizieren, abseits vom oberflächlichen Smalltalk, weniger Empathie haben und man ihnen ansieht wie sinnlos und leer ihr Leben ist. 365 Tage – 24-7 erreichbar sind (bzw. wirken) diese Menschen, aber viele von ihnen wissen gar nicht mehr, was wirkliches Glück ist. Sie haben es vergessen – Vor lauter Geld.

    Zu solchen Menschen mag ich niemals gehören. Charakter und bewusstes Erleben sind mir dafür zu wichtig im Leben.
    Wie können Menschen Geld so zum Fenster heraus schmeißen in der Gewissheit, dass woanders Menschen und Tiere verdursten und verhungern und Leben zerstört wird? Es ist verantwortungslos sich so ein Leben zu wünschen und daran auch noch zu arbeiten – Verantwortungslos anderen gegenüber und letztendlich auch sich selbst gegenüber. Meine ganz persönliche Meinung – Meine Erfahrung bei anderen Menschen und auch bei mir selbst hat mich gelehrt, dass mehr Geld zu haben dazu führt, dass man das Mehr an Geld ausgibt oder in das andere Extremum verfällt und spart. Weder das eine, noch das andere, empfinde ich als gut – Geld gehört nicht auf die Bank, aber ein einzelner Mensch sollte auch nicht so viel besitzen, dass er oder sie nicht mehr weiß wohin mit dem Geld.

    Ich habe mich dazu entschlossen lieber wieder ein einfacheres Leben mit kleiner Wohnung, deutlich weniger Annehmlichkeiten, aber dafür mehr Zeit zu haben. Entsprechend kann ich deinen Blog nur sehr begrüßen und finde ihn gut.

    Grüße von Mr. X
    (meinen Namen möchte ich hier nicht nennen)

    • Antworten Nicole 29/04/2016 at 19:53

      Lieber Mr. X 🙂
      Wow, du hast es auf den Punkt gebracht. Jedenfalls bin ich völlig deiner Meinung. Und ich freue mich, dass auch immer mehr Menschen merken, dass Geld zwar ein Bestandteil unseres Lebens ist, aber Geld alleine halt wirklich nicht glücklich macht. Viel Geld besitzen, aber keine Zeit, um es auszugeben? Oder sogar bereits krank von zu viel Stress? Da stimmt doch etwas ganz gehörig nicht. Ich wünsche dir jedenfalls auf deinem Weg alles Gute. Und ich bin überzeugt davon, dass du deine Entscheidung, ein einfacheres Leben zu führen, dafür mehr Zeit zu haben, nicht bereuen wirst.
      Liebe Grüsse,
      Nicole

  • Antworten Oliver 04/09/2016 at 13:31

    Ich bin mir auch ganz sicher, dass nur Reduktion zum wahren Glück führen kann.
    Ich stehe kurz davor, meinen Antrag auf Teilzeit (4 Tagewoche) bei der Personalabteilung einzureichen. Meine Entscheidung steht.
    Ich gebe aber meinen Vorrednern, die Kritik an diesem Lebensmodel geäußert haben, in der Hinsicht recht, dass ein gewisses Einkommen wichtig ist und es sich nicht jeder leisten kann.
    Ich selber habe das Glück, dass ich durch die 20%ige Gehaltskürzung immer noch genug zum Leben habe, um in Urlaub zu fahren oder andere „luxuriöse Dinge“ zu geniessen.
    Bei eunem Geringverdiener mit Familie geht das dann einfach nicht mehr. Da sind die Kosten, auch wenn man sich reduziert, immer noch so hoch, dass es nicht funktioniert.
    Ich habe jehrelang jeden Tag gearbeitet und bin es nun einfach Leid, dem stetig wachsenden psychischen Druck im heutigen Arbeitsleben zu ertragen. Am Ende drehte sich das „Hamsterrad“ immer schneller. Deswegen nehme ich bewusst diesen Gehaltsverzicht in Kauf. Und ganz ehrlich……mir ist jetzt schon die freie Zeit jeden Cent wert.

    Liebe Grüße
    Oliver

    • Antworten Nicole 11/09/2016 at 11:41

      Hallo Oliver, gute Entscheidung 🙂 Ich bin mir sicher, dass dir die 4 Tagewoche sehr gut gefallen wird.
      Liebe Grüsse, Nicole

  • Antworten Thomas 16/11/2016 at 21:32

    Teilzeitarbeit wird meiner Meinung nach immer beliebter. Auch Arbeitgeber haben erkannt, dass ausgeglichene, erholte Mitarbeiter produktiver sind als Arbeitnehmer die total überarbeitet sind. Falls hier jemand eine Teilzeitstelle sucht kann ich wärmstens https://www.skillue.com empfehlen. Dort erhält man basierend auf dem Lebenslauf automatische passende Jobs angezeigt. Danach kann bequem gefiltert werden. z.B. nach Teilzeit je nach %.

  • Antworten patinka 02/12/2016 at 0:29

    Sehr schön ich bin seitdem ich im Arbeitsleben bin kein bischen anders immer auf Teilzeit bzw. noch nebenbei den einen oder anderen Aushilf Job. Ich sage mir das kostbarste Gut ist die Zeit und die Gesundheit. Schade das zu 90% der Menschheit hier in Deutschland im Arbeitsleben sich so zum Sklaven machen. Aber laut den Einträgen zu urteilen sind wir wohl im Durchbruch sehr gut !

    • Antworten Nicole 02/12/2016 at 9:41

      Zeit und Gesundheit stehen über dem Geld, so sehe ich das auch 🙂 Weiter so!
      Liebe Grüsse
      Nicole

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